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50 Jahre Deutsche Jugendfeuerwehr

Geschrieben von Dräger Safety AG & Co. KGaA.


1957 sollte es in Lüneburg bei der Sitzung des Deutschen Feuerwehrausschusses nun endlich voran gehen. Unter dem Punkt „Verschiedenes“ - und vor allem ohne vorherige Ankündigung, sollte die Bildung der Deutschen Jugendfeuerwehr angeregt werden. Doch Albert Bürger schrieb später in einem Brief: „Damals waren im Deutschen Feuerwehrausschuss verhältnismäßig viele alte Kameraden. Aus ihrer Mitte kam der Einwand, dass sich der Deutsche Feuerwehrverband nicht um Jugendarbeit in den Feuerwehren kümmern solle.“ Das Thema wurde harsch abgebügelt und der Versuch misslang kläglich. Doch in den Ländern änderte die Ablehnung der „hohen Feuerwehr-Herren“ nichts am Engagement der Feuerwehrleute an der Basis: Unablässig wurden Jugendfeuerwehren gegründet. Vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Bewegung bekam das Thema Jugendfeuerwehr augenscheinlich, als mit dem Bundesminister für Familie und Jugend, Dr. Bruno Heck, ein Fürsprecher gefunden und Förderungen greifbar wurden. „Der Bundesminister brachte besonderes Verständnis für die Jugendarbeit auf, da er selbst der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil angehörte“, attestiert Benno Ladwig später.

Auf Vorschlag von Präsident Albert Bürger wurde bei der Sitzung des Deutschen Feuerwehrausschusses in Rottweil am 2. Mai 1964 der Kieler Oberbrandmeister Paul Augustin kommissarisch zum Bundesjugendwart ernannt. Seit 1957 bereits war er Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Kurze Zeit später wurde der Titel Bundesjugendwart in Bundesjugendleiter geändert. Wer nun aber denkt, damit sei die gewünschte Bundesorganisation gegründet, der irrt. Denn bei einer Sitzung mit den Kommunalen Spitzenverbänden im Juni 1964 begrüßten diese zwar den Gedanken, den Jugendfeuerwehren eine rechtliche Organisationsform zu geben, und bejahten die Idee, die Jugend frühzeitig mit dem Gedanken des freiwilligen Feuerwehrwesens vertraut zu machen. Doch angebliche gesetzliche Unklarheiten verhinderten erneut eine Gründung. „Angesichts von über 300 bereits bestehenden Jugendfeuerwehren mit mehr als 4.000 Jugendlichen konnten sich Bundesjugendwart Augustin und Generalsekretär Ladwig mit diesem Ergebnis keinesfalls zufrieden geben“, so der „Helfer in der Jugendfeuerwehr“. Fieberhaft wurde im Hintergrund daran gearbeitet, dass sich bis zum 1. Oktober 1964 alle 574 bestehenden Jugendfeuerwehren mit ihren 9.500 Mitgliedern, verteilt auf acht Bundesländer, zum Zusammenschluss anmelden sollten. So geschah es: Mit Beschluss der Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes vom 31. Oktober 1964 in Berlin war der Weg für die „Deutsche Jugendfeuerwehr“ endlich frei! Bürger, Ladwig und Augustin waren am Ziel.

Sven, Lars und Lisa freuen sich auf das Bundeszeltlager an dem alle drei zum ersten Mal teilnehmen.Sven, Lars und Lisa freuen sich auf das Bundeszeltlager an dem alle drei zum ersten Mal teilnehmen.